Die Blockchain und deren Chancen im Energiebereich

Wer sich für Technologie und Digitalisierung begeistert, kommt seit Langem nicht mehr an den Begriffen Bitcoin und Blockchain vorbei. Meist fallen diese im Zusammenhang mit radikaler Veränderung des Finanzsektors, aber auch andere Branchen haben bereits ein Auge auf die Innovation geworfen. Denn Blockchains sind eine Art digitaler Kontoauszug, in dem alle Transaktionen transparent und verteilt auf mehrere Rechner gespeichert werden. Bezahlt wird dabei nicht mit Hartgeld, sondern einer virtuellen Währung, den sogenannten Bitcoins. Das System ist dezentral und hat die Vorteile, transparent und fälschungssicher zu sein. Die Transaktionen im System laufen peer-to-peer, also direkt von Computer zu Computer ab, ohne dass persönliche Daten preisgegeben werden müssen. Auch entfallen Gebühren, die derzeit bei den meisten Transaktionen noch üblich sind. Der Finanzsektor ist an dem neuen System interessiert, da Betrug und Geldwäscherei durch Blockchains schier unmöglich gemacht werden. Denn das System arbeitet transparent und selbstkontrollierend. Aber auch für den Energiebereich tun sich mit dem System der Blockchains neue Chancen auf. Beispielsweise ist ein direkter Austausch zwischen dezentralen Energieerzeugern und Verbrauchern möglich. Der Technologieriese Siemens beteiligt sich aktuell an einer Aktion in Brooklyn, um einen lokalen Energiehandel auf Basis der Blockchain-Technologie zu ermöglichen. Im Falle das ein Haushalt mit Solarzellen mehr Energie erzeugt als für den Eigenbedarf nötig ist, soll der überschüssige Strom eingespeist und den Nachbarn zur Verfügung gestellt werden. Im Blockchain System kann die Energie direkt von Nachbarn zu Nachbarn gehandelt werden, ohne dass eine dritte Instanz sich bei der Transaktion einschalten muss. Dieses Vorgehen eignet sich vor allem auch in Krisenzeiten, wenn die öffentliche Stromversorgung durch Naturkatastrophen gekappt ist. Ohne großen Aufwand kann die gespeicherte Energie einfach abgerufen werden. Andererseits lassen sich mit dem System der Blockchain auch Prozesse wie beispielsweise Abrechnungen oder Zählwesen optimieren. Wo heute noch ein Mitarbeiter notwendig ist, um Zählerdaten zu erfassen und zu kontrollieren oder Transaktionen zu verbuchen, kann in Zukunft das System die Aufgabe übernehmen. Einer Studie der deutschen Energieagentur zu Folge, steht der Großteil der Energieversorger der neuen Technologie optimistisch gegenüber. Allerdings besteht weiterhin Forschungsbedarf, in welchen Bereichen Blockchains erfolgreich im Energiesektor eingesetzt werden können.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Telefonisch: +49 341 223 872-0
Per E-Mail:
Name *
Name