Innovative Ideen auf dem Weg zur Smart City

Auf der Suche nach kreativen Ideen, wie Ihre Stadt durch Technologien intelligenter und lebenswerter wird, erreichten uns seit Mai 2017 zahlreiche Probleme und einfallsreiche Lösungsansätze. Über 30 Personen nahmen an dem Award „Silly City Challenge – Was läuft echt dumm in Ihrer Stadt“ teil.

Großes Entwicklungspotential sehen die Teilnehmer im Verkehr (z.B. intelligente Ampelschaltungen, Live-Updates für die Anzahl freie Sitzplätze im ÖPNV), aber auch bei der Kitaplatzvergabe oder Straßenbeleuchtung, die schlafende Anwohner stört. Auch individuellere Umsetzungen wurden sich gewünscht, z.B. Abholdienste für Pfandflaschen oder Livetracking von Freunden, sodass ein Gastgeber genau weiß, ob sein Besuch pünktlich oder verspätet zum Essen eintrifft. Auch die Problematik der Parkplatznot fand einen besonders fortgeschrittenen Lösungsansatz: Der Teilnehmer aus Halle stellt sich ein Schienensystem vor, welches parkende Autos so verteilt, dass zu kleine Parklücken geschlossen und am Ende der Schlange Parkplätze frei werden.

An die Spitze der kreativsten Problemstellungen für die Stadt der Zukunft schaffte es die Idee aus der Kategorie „Lebensmittel“ von Paul S. aus Leipzig.

Er verbindet in seinem Vorschlag das Problem der unnötigen Lebensmittelverschwendung und dem täglichen fragenden Blick in den Kühlschrank: „Was soll ich nur essen?“. Die Idee hinter seiner innovativen App mit dem Namen „Eatly“ verdeutlicht folgendes Szenario:

„Sara hat gleich Feierabend und überlegt, was sie mit Shahid heute Abend essen will. Sie öffnet Eatly und stellt fest: Kaufland hat ein Rezept im Angebot! Lecker Brokkoli-Käse Auflauf und dazu ein Pinot Grigio. Käse und Pinot muss sie kaufen, den Brokkoli gibt's dann umsonst. Natürlich in Echtzeit getrackt, damit es den Brokkoli auch noch gibt, wenn Sara im Kaufland ankommt. Sara geht mit Ihrem Einkauf nach Hause und stellt zwar dummerweise fest, dass Shahid keinen Alkohol trinkt, hat sonst aber einen tollen Abend. Und Kaufland muss keinen Brokkoli wegwerfen. Klasse!“ – Paul S.

Wir von QUANTIC Digital finden die Idee besonders relevant, da sie für Einwohner der Stadt und auch des Umlandes gleichermaßen bedeutend ist -  das unnötige Wegwerfen von Lebensmitteln. Der Groß- und Einzelhandel entsorgt laut der Studie vom WWF „Das große Wegschmeißen“ (2015 http://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF_Studie_Das_grosse_Wegschmeissen.pdf) in Deutschland pro Jahr ca. 2,58 Mio. Tonnen Lebensmittel. Davon sind allerdings aus gesundheitlicher Sicht nur 0,18 Mio. Tonnen gerechtfertigt. 2,4 Mio. Tonnen landen demnach aus den falschen Gründen in der Mülltonne, wie Marketing oder Kundenansprüche an Optik und Frische.

Die Idee von Paul S. ist nicht grundlegend neu. Apps wie „Too Good to Go“ oder „Meal Server“, welche Lebensmittel aus dem gastronomischen Bereich retten, gibt es schon. Und das Kölner Unternehmen „foodloop“ stellt die Supermärkte in den Mittelpunkt. Jedoch werden solche Apps noch nicht deutschlandweit angeboten, obwohl der Bedarf in allen Städten groß ist. Paul fordert demnach zurecht, dass Leipzig und auch andere Städte diesem Versäumnis nachkommen. Dafür erhält Paul als Preis der „Silly City Challenge“ ein neues iPad Pro mit 12,9" Bildschirm und 32 GB Speicherplatz.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Teilnehmern herzlich für ihre kreativen Lösungen von Problemen deutscher Städte bedanken. Auf dem Weg von der Silly City zur Smart City werden jetzt und in Zukunft noch oft genau solche innovativen Ideen benötigt.

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